Der Studiengang Master Specialized Music Performance der Hochschule der Künste Bern HKB ist die höchste Stufe der klassischen Musikausbildung in der Schweiz. Alljährlich wird der/dem Absolvent*in mit der besten Gesamtbewertung in der anspruchsvollen dreiteiligen Master-Prüfung der Eduard Tschumi Musikpreis verliehen. Gewonnen haben mit der identischen Abschlussnote in der aktuellen Ausgabe 2025 je einen Preis in der Höhe von 7’000 CHF die Pianistin Ekaterina Karpova im traditionellen Solist*innen-Diplom sowie die Violinistin Marta Lucjan in der Vertiefung Neue Musik.
Die Gewinnerin in der Vertiefung Solist*in erhält mit der Unterstützung der Bürgi-Willert- Stiftungausserdem die Möglichkeit, im Saisonprogramm des Berner Symphonieorchesters als Kammermusikpartnerin oder als Solistin aufzutreten.
Die Gewinnerinnen des Eduard Tschumi Musikpreises
Ekaterina Karpova hat ihre Ausbildung am Gnessin College (2016) und am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau (2021) mit Auszeichnung abgeschlossen. Sie absolvierte ihren zweiten Masterstudiengang in Specialized Music Performance an der Hochschule der Künste Bern unter der Leitung von Tomasz Herbut.
Neben ihrer solistischen Tätigkeit arbeitet sie aktiv mit Orchestern und Ensembles zusammen. Im Jahr 2023 trat sie mit dem Berner Konzertorchester mit dem 3. Klavierkonzert von L. v. Beethoven auf. 2025 präsentierte sie sich mit dem Theater Orchester Biel Solothurn mit der Rhapsody on a Theme of Paganini von S. Rachmaninoff.
Sie ist ausserdem als Kammermusikerin und Korrepetitorin tätig und wirkt regelmässig in Projekten mit Gesangssolist*innen. Im Rahmen ihrer künstlerischen Entwicklung nahm sie an Meisterkursen bei Katarzyna Popowa-Zydron, Vincenzo Balzani, Igor Cognolato und Alasdair Beatson teil.
In der Schweiz hat sie an verschiedenen künstlerischen Projekten teilgenommen, unter anderem beim Festival Les Jardins Musicaux, bei Playtime der HKB sowie beim Piano Trio Fest.
Ekaterina ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe, darunter des Wettbewerbs Volga in the Heart of the fell (Wolgograd, 2011), Art of the 21st Century (Kiew, 2013) sowie des Internationalen Maria-Yudina- Klavierwettbewerbs (St. Petersburg, 2018). 2022 erhielt sie mit dem Glenn Gould Piano Trio den dritten Preis beim Boris-Pergamenschikow-Wettbewerb für zeitgenössische Kammermusik in Berlin.
Sie tritt auf internationalen Bühnen auf und entwickelt laufend neue Konzertprogramme in Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen.
Marta Lucjan ist eine vielseitige polnische Geigerin, die sich der Erforschung und Aufführung zeitgenössischer Musik widmet. Sie hat an der HKB unter der geschätzten Leitung von Corina Belcea studiert.
Neben ihrer akademischen Tätigkeit ist Marta Lucjan Gründerin und aktives Mitglied des Aventurin Quartetts. Im Jahre 2025 hat sie am Chamber Music Plus Kurs des Britten Pears Young Artist Programme in Grossbritannien teilgenommen. In den Jahren 2023/2024 war sie als Praktikantin beim Sinfonieorchester Basel tätig. Während ihres Studiums an der HKB hat sie zusammen mit dem Aventurin Quartett zwei Streichquartette im Rahmen ihres Acousticity Projekts in Auftrag gegeben.
Seit September 2022 spielt sie auf einer Geige von Nicolò Amati aus dem Jahr 1660, die ihr von der Lotti Kahl Stiftung zur Verfügung gestellt wird.
Berner Fachhochschule | Hochschule der Künste Bern HKB
Rico Gubler, Leiter Fachbereich
Musik
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Die Berner Fachhochschule setzt sich über angewandte Forschungsprojekte und innovative Bildungsangebote insbesondere in den strategischen Themenfeldern sorgende Gesellschaft (Caring Society), humane digitale Transformation und nachhaltige Entwicklung ein.
32 Bachelor- sowie 27 Masterstudiengänge, fundierte Forschung, Dienstleistungen und ein breites Weiterbildungsangebot prägen ihr Profil: praxisnah, interdisziplinär und in einem internationalen Kontext.
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| Artikel 'Ekaterina Karpova und Marta Lucjan erhalten Tschumi-Preis 2025...' auf Swiss-Press.com |
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